Archiv für September, 2008

7:12 an einem Samstag

…ich stehe in meiner Küche und denke mir beim Blick auf die Küchenuhr ‚warum mach ich das eigentlich?‘
Die Sonne blitzt schon hinterm Berg hervor und mich überkommt das unbändige Verlangen, mich mit meinem Tee aufs Sofa zu legen und meinen Hasen beim Frühstück zuzukucken.

Aber nein, ich bin ja an diesem arbeitsfreien Tag so früh aufgestanden, um gleich die S-Bahn in die Stadt zu nehmen, damit ich pünktlich zum Unterrichtsbeginn um 9 in der Schule bin.
Also noch schnell einen Schokoriegel und nen Apfel in den Schulrucksack (jaha!) und dann ab zur Schule. Auf dem Bahnhof begegne ich fröhlichen Leuten, die sich über das Urlaubsziel unterhalten, zu dem sie grade unterwegs sind. Aber ich will ja lernen gehen. Zumindest red ich mir das in solchen Situationen gutgehend ein.

In der Bahn blätter ich in meinem Schulordner und stelle fest, dass ich die Deutsch-Hausaufgaben nicht gemacht habe. Macht aber nix, ich war ja a) letztes Mal nicht da und hab b) erst gestern Abend davon erfahren. Ich nehm mir also vor, das Dingen noch in der Mittagspause zu schreiben, stelle dann in der Schule aber fest, dass die Lehrer am Abendgymnasium alle sehr flexibel sind und bekomm von meinem Mitschüler erstmal die Kontaktdaten der Lehrkörper in Form von E-Mail Adressen. Wie cool!
Ich muss also die an diesem Samstag aufbekommenen Hausaufgaben („schreibe eine Interpretation über ‚vor dem Gesetz‘ von Franz Kafka“) nicht möglichst leserlich auf acht DIN-A4 Seiten schreiben, sondern kann sie an meinem PC tippen und dann auf elektronischem Weg übermitteln.

Desweiteren habe ich festgestellt, dass das, was ich schon in der neunten Klasse meiner Mama versucht hab, verständlich zu machen, wirklich stimmt: Erfolge in einem Fach hängen vom Lehrer ab!
Ich dachte ja immer, ich bin in Mathe und Französisch einfach unbegabt, aber nein, das ist ja alles gar nicht so schwer, wenn man es einfach richtig erklärt bekommt.
Ich musste gar nicht mit den Potenzzahlen kämpfen, die Aufgaben haben sich mir fast alle freiwillig ergeben und in Französisch kann so schön sein, wenn man auch versteht, was der Lehrende von einem möchte.

So, und nun muss ich anfangen, die Interpretation zu schreiben.

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Braver Schüler = volle Schultüte

Zur Einschulung im September habe ich nicht nur viele Bücher, Aufgaben und gute Wünsche bekommen, sondern auch, was jedem Neueingeschulten zusteht: eine Schultüte (jawoll!)

Meine Schultüte

In meiner waren aber nicht die üblichen Dinge wie Schleck- und Spielzeug, sondern (neben Schafkalender, Schafbleistiften… merkt man, dass ich Schafe mag?) was viiiiel Besseres: ein iPhone. Seither beleitet mich das inzwischen in einer pinkfarbenen Hülle wohnende Teil überall hin mit, es ist ja so klein und passt in jede Tasche. Und es ist toll, was das alles kann: Kalender, Notizen, Musik, Spiele, Videos… achso und Telefonieren kann man damit auch noch.

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Neue Hasenbilder

Nachdem ich meine alten Speicherkarten aufgeräumt habe, hab ich ganz viele schöne Hasenbilder in- und outdoor gefunden, die jetzt in der Bildergalerie Hasenstall sind.

Ein schönes Larafoto ausm Stall gibts übrigens auch in der Bildergalerie Hasicam:

Schlaaaafen

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Rosalie macht Abi!

Nachdem ich 2004 die Berufsschule erfolgreich abgeschlossen hatte, in der blauäugigen Hoffnung, nie nie wieder die Schulbank drücken zu müssen, hab ich mich im Frühjahr dieses Jahres nun doch wieder zur Schule angemeldet – zur Abendschule mit dem Ziel Abitur.
Ich kann es schließlich nicht auf mir sitzen lassen, dass meine jüngere Schwester Fachabi hat und ich ’nur‘ eine abgeschlossene Ausbildung. Wo kämen wir denn da hin.

Daher werden in den nächsten drei Jahre keine Urlaube außerhalb der regulären Schulferien mehr möglich sein (und das, wobei ich mich doch so gefreut habe, endlich in der günstigen Nebensaison ohne quengelnde Kinder urlauben zu können!), denn mein Unterricht wird immer am Wochenende stattfinden: die Unterrichtszeit ist Freitags von 17-22 und Samstags von 9-17 Uhr.

Am Abendgymnasium Stuttgart gibt es für alle Lernwilligen die Möglichkeit, die Mittlere Reife, die Fachhochschulreife oder das Abitur zu machen. Je nach Vorkenntnissen und Abschluss dauert das dann zwischen zwei und vier Jahren.
Die Kosten sind ganz erträglich, wenn man davon ausgeht, dass man ’nebenher‘ ähm also quasi Vollzeit noch arbeitet: Pro Semester fallen 270 Euro an. Verglichen mit den Fernkursen Abitur, die dann gleich mal mit rund 1500 Euro pro Jahr zu Buche schlagen, also noch recht günstig.

Der Vorteil, den das Abendgymnasium für mich bietet, ist, dass ich jederzeit, wenn ich mal nicht weiterkommen sollte, einen Lehrer vorne stehen hab, den ich so lange fragen kann, bis ich es verstanden hab (oder bis er wegläuft…). Natürlich ist dann für mich nahezu jedes Wochenende in den nächsten drei Jahren verplant, aber ich mach das ja schließlich auch nicht zum Spaß.

Heute ist der Einschreibeabend, bei dem ich dann hoffentlich noch ganz viele Informationen bekomme, und danach bin ich dann wieder offiziell Schüler – wo bleibt meine Schultüte?

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