Halbzeit, die Erste
Als ich mit dem Abendgymnasium anfing, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Ich habe mir die schrecklichsten Dinge ausgemalt von unschaffbaren Lernpensa (ja! so heißt die Mehrzahl von Pensum wirklich! also auch – Pensen gilt nämlich auch), ausschließlich jungen, wissbegierigen, schlauen, mir geistig absolut überlegenen strebsamen Schülern und nicht schaffbaren Klassenarbeiten.
Ich kann glücklicherweise berichten, dass es (zumindest an meinem Abendgymnasium) im gros nicht der Fall ist: Wenn man lernen will, kann man das. Wer sich drei Abende die Woche für die Schule gönnt, kommt sehr gut im Unterricht mit, die Mitschüler sind bunt gemischt vom gerade fertig ausgebildeten Azubi bis hin zur Mama, deren Kinder jetzt in die Pubertät kommen und ihr dadurch wieder mehr Zeit für sich und die Schule lassen. Und die Klassenarbeiten… tja. Wie erwähnt, wer etwas tut, der kommt mit.
Ich habe auch (war ja zu erwarten) viele Parallelen zu meiner Voll-Schulzeit festgestellt. Die anfänglich überraschendste war, dass man durch Lernen viel erreichen kann und durch Faulsein viel verpasst. Was bin ich froh, dass ich das ich _die_ Kurve inzwischen bekommen hab. Und ein Verhalten ist mir auch sehr schnell aufgefallen: kaum darf man sich selber entschuldigen, fehlen die berüchtigten Kandidaten in ungeliebten Fächern. Aber inzwischen bin ich ja so vernünftig, dass ich weiß, warum ich dahin gehe und es daher keinen Sinn hätte, zu fehlen. Und schließlich brauch ich die (gute) Note in dem Fach ja auch, um es nächstes Jahr abwählen zu können.
Nächsten Freitag gibts Halbjahreszeugnisse. Ich bin gespannt.
geschrieben von freuerin • Permalink • Kommentar hinterlassen »
aphex3k sagte:
Ich drück dir die Daumen für dein Zwischenzeugnis. Und ich bin mir sicher, die Hasen würden es auch tun, wenn sie deinen Blog lesen könnten 😉
Freitag, 30 Januar 2009 @ 3:19p.m.